Heyhey!
Gestern bin ich in mein Zimmerlein gezogen. Ist ziemlich klein, dafür aber schön und praktisch möbliert.
Aber erstmal von vorne...diesmal habe ich ja ziemlich lange couchgesurft, was so ja eigentlich nicht vorgesehen ist. Mein Zimmer ist aber diese Woche erst frei geworden und Romanda war so lieb, mich bis dahin auf ihrer Couch zu lassen. So war ich jetzt zwei Wochen bei ihr:-) Letztes Wochenende hat sie mich sogar allein gelassen und ich hatte sturmfrei.
Anstatt aber ne Houseparty zu schmeißen, war ich mit son paar Leuten ausm Hostel in nem Club. Die eine von denen (auch alles Backpacker) hat 3 Kleider dabei(unglaublich:-D) und mir dann eins geliehen. Sooo schön wieder ein Kleid anzuhaben. Mit einem kurzen, schwarzen Kleid, einem roten Schal und sonst nix an, waren wir dann auch endlich richtig kanadisch. Nur die highheels haben gefehlt. Aber meine Crocs mit den Blumen sind eh schöner:-) War also ein sehr gelungener und langer Abend. Hatte wegen dem und dem danach ich noch die ganze Woche Schlafmangel. Mehr zu dem danach kommt jetzt:
Romanda war am Wochenende auf Vancouver Island zum Campen. Joa, und was macht man da? Sich betrinken und den Fuß umknicken...macht halbwegs Sinn, aber naja...
So kam sie Sonntag Abend mit einem umgeknickten Fuß zurück. Ich hatte eigentlich geplant, so früh wie möglich schlafen zu gehen, da ich ja Samstag erst um 5 im Bett war und etwas müde war. Naja, bis um 9 is sie noch fröhlich und fast normal! rumgelaufen. Dann hat sie sich auf die Couch gesetzt und konnte, als sie um 12 wieder aufstehen wollte, nix mehr. Kein Stück auftreten und der Fuß tat total weh.
Sie hat etwas hin und her überlegt was sie machen soll, da es aber nicht besser wurde- sie hatte nachher sogar Tränen in den Augen als sie den Fuß bewegt hat -sind wir ins Krankenhaus gefahren. Jaaa, gefahren:-) Ich mit ihrem Automatikauto:-) Endlich wieder Auto fahren. Und dann noch in Vancouver:-)
Als wir am Krankenhaus ankamen, bin ich reingegangen um einen Rollstuhl für sie zu holen, aber mh, och die haben keinen Rollstull in der Notaufnahme. Wieso auch...Stattdessen habe ich einen rollbaren Bürostuhl bekommen und Romanda auf diesem ins Krankenhaus geschoben. Wir wünschten, uns hätte jemand gefilmt. Das war einfach nur herrlich. Habe mich gefragt, ob wir ernstgenommen werden, wenn wir da lachend ins Krankenhaus kommen. Haben sie dann aber, da der Schmerz ja immer noch da war.
Gegen 1 waren wir da. Daten angeben. Warten. Warten. Warten. Fuß röntgen. Warten. Warten. Warten. Arzt sagt, da is nix gebrochen. Um 3 ausm Krankenhaus raus. Zu Shoppers Drug Mart (Drogeriemarkt) fahren. Und Krücken ausleihen (die gabs nichtmals umsonst im KH)...alles in allem war das ne ziemlich spontane, aufregende Nacht. Und so bin ich doch noch dazu gekommen ein kanadisches Krankenhaus zu sehen. Was zumindest in der Notaufnahme nicht so nach Krankenhaus gerochen hat wie gewöhnlich. Und die Ärzte und Krankenschwestern haben mehr oder weniger getragen was sie wollten...Jogginghosen, Canucksfanshirts...:-D
By the way, die Canucks haben LA doch noch geschlagen. Jetzt sind sie in der nächsten Runde und spielen als nächstes gegen Chicago. Langsam wünsche ich mir, dass die ins Finale kommen (auch wenn das noch weit entfernt ist), da die Stadt dann eine einzige Party werden wird. Habe Romanda sogar versprochen, in dem Fall auch ein Fanshirt anzuziehen;-) Aber weiter im Takt...
Zu Hause durfte ich Romanda bemuttern:-) Wasser und alles was man so braucht ans Bettchen bringen und um 4 selbst schlafen gehen. Puh! Aber spaßig:-)
So bemutterungstechnisch ging es noch einen Tag weiter, was mir viel Spaß bereitet hat...ich sollte mich viel mehr um hilflose Menschen kümmern. Da macht das rumrennen doch direkt Spaß. Am zweiten Tag ist sie schon wieder zur Arbeit gehumpelt und am dritten Tag sogar ohne Krücken gelaufen...zwar langsam und fast ohne Auftreten, aber immerhin. Sie hat mir eben ne Mail geschrieben, sie wird immer schneller im Gehen:-) Kaum zu glauben, dass der Fuß an dem Sonntag Abend so weh getan hat. Wir dachten echt, dass der gebrochen ist.
Ansonsten bin ich jetzt doch fleißiger am Arbeiten als vorher gedacht. Aus dem Teilzeitjob sind ca. 35 Stunden pro Woche geworden und die Arbeit ist auch nicht mehr so schlimm, wenn man sich erstmal eingewöhnt hat. Manche Philippinen sind netter als andere, aber das geht schon. Dafür gibts wieder vieeel Eis und Smoothies:-) Ich denke ja schon fast ernsthaft darüber nach, eine professionelle Smoothiemixerin zu werden. Muss mal gucken, ob man das studieren kann. Ich merke jedenfalls, dass das meine wirkliche Berufung ist:-) Wartet nur, bis ich euch allem Smoothies gemacht habe:-)
Heute bin ich mit einem nicht so tollen Bus von der Arbeit nach Hause gefahren. Es war viertel vor 9 und der Bus fährt durch ne nicht so tolle Gegend...und so war auch die Fahrt. Erst waren da quer durch den Bus schreiende Penner, die natürlich auch aussehen wie Penner. Dann kam ein son Indianer in nem Rollstuhl rein, der irgendwie nicht normal war...wirkte etwas betrunken...und ansonsten hing bzw lag da so ein Kiffer rum. Nur um euch mal die schlechten Seiten einer Großstadt vor Augen zu halten. Naja, ich und die paar anderen normal aussehenden Leute mussten uns schon etwas angrinsen...Aber das mit den Indianern ist hier echt ein Problem. Die wurden son bisschen so verdrängt wie die Juden bei uns...anscheinend nicht ganz so schlimm, da es immer noch viele gibt. Aber ja, sie können sich nicht in die Gesellschaft integrieren. Und so sehen sie auch aus. Außerdem können die keinen Alkohol abbauen, was die Sache auch nicht besser macht. Die meisten Leben außerhalb in Reservaten. Naja, ich kenn sie nicht gut genug, aber ich will mir eigentlich auch gar kein anderes Urteil bilden. Die sehen ungepflegt aus und sind komisch. Und zu ungepflegt kann ich an dieser Stelle auch noch berichten, dass hier so viele Leute gaaaanz schlechte Zähne haben. Echt schrecklich. Aber das ist jetzt genug Schlechtes. Natürlich gibt es auch hübsche und normale Menschen. Sogar sehr viele. Besonders die ganzen freimütig gekleideten Mädels auf ihren halben Meter hohen Absätzen...(gut, dass ich das Wort "freimütig" jetzt erstmal googlen musste...und ich weiß immer noch nicht ob es das richtige Wort ist:-D Die haben also einfach immer fast nix an...skimpy halt...).
Ein kleines Bisschen fühle ich mich hier auch wie in China. Es ist unglaublich, wie viele Asiaten es in Vancouver gibt. Keine Ahnung was die hier alle machen. Ich schätze wohnen. Naja, viele von denen sprechen sehr schlecht englisch...mit ihrem chinesischen Akzent. Klar die können da nix für, mein Akzent ist auch nicht besser, aber trotzdem gehen die mir auf die Nerven. Viel zu viele Chinesen einfach.
Einfach diese ganzen Chinesenviertel, in denen jeder Laden chinesisch ist und sogar die Schriftzüge meiner Bank in chinesischen Zeichen geschrieben sind, mag ich nicht...davon gibt es in dieser kanadischen Stadt zu viele. Ich mein ich mach hier ja jetzt auch keinen Stadtteil auf, in dem man sich wie in Deutschland fühlt.
Morgen muss ich erst um halb 5 arbeiten. Vorher werd ich mit meiner italienischen Mitbewohnerin mal wieder die Vorzüge dieser Stadt ausnutzen. Am Strand oder im Stanley Park (Wald) spazieren. Es sei denn es regnet, was ja durchaus des Öfteren vorkommt. In dem Fall gehen wir einfach shoppen:-)
Außer der Italienerin, wohnt hier noch der Vermieter...das ist son älterer Typ, der glaub ich den ganzen Tag zu Hause ist. Keine Ahnung, ob der auch mal arbeiten geht. Bisher nicht. Der ist ehr so ein Chiller, der nur das tut, was der Rest der Stadt auch macht: Kiffen. Aber naja, er ist sehr freundlich und nett;-) Und die Italienerin ja sowieso...von daher fühl ich mich hier sehr wohl:-) Als ich sie gestern Abend mit ihrer Mutter skypen gehört habe, ist mir wieder aufgefallen, wie sehr ich italienisch vermisse:-( Wenn also mit dem Studium oder so was dazwischen kommt, geh ich einfach ein Jahr nach Italien:-)
Im Moment wohnt hier noch ein verrückter, alter Franzose. Der kommt aus Paris und deswegen mag ich den. Der zieht morgen in seinen umgebauten Schulbus um da den Sommer über drin zu wohnen. Warum nicht...an seine Stelle tritt in den nächsten Tagen ein Typ aus Ostkanada. Mal sehen was bei dem so geht. Viel mehr verrückte Menschen:-)
Das reicht glaub ich erstmal. Mir geht es gut:-)
Liebe Grüße Vancouver!
Isi
Donnerstag, 29. April 2010
Mittwoch, 21. April 2010
Sonst was machen ist vorbei - Jetzt bin ich in Vancouver und es wird wieder hart gearbeitet:-)
Heeey!
Seit Mittwoch Nacht um 2 bin ich jetzt hier in Vancouver. Hatte richtig Glück und habe nen tollen rideshare gefunden. So bin ich für 25$ (Bus 100$) in 10 Stunden (Bus mind. 14) in einem Lincoln nach Vancouver gefahren worden. I love it. Ich werde kijiji und craigslist, die beiden Webseiten, auf denen man ALLES findet, vermissen, wenn ich wieder zu Hause bin. Wobei eigentlich weiß ich gar nicht wie man ein Leben ohne diese Seiten führt...
Aaaaalso, wo soll ich anfangen. Mittwoch Nacht bin ich erst um 2 AM angekommen und dewegen ins HI Hostel gegangen, da ich keinem Couchsurfer zumuten wollte, mich mitten in der Nacht rein zu lassen. Und Donnerstag Mittag habe ich mich wie im Paradis gefühlt. Zunächst ist hier aaaalles grün und blüht und riecht gut. Ganz im Gegensatz zu Canmore und Umgebung. Wiesen sind braun, nichts blüht, die Natur ist noch tot.
Deswegen war es wunderschön plötzlich durch diesen blühenden Frühling zu laufen. Dazu kam das super Wetter Donnerstag Mittag. Die Sonne schien und es waren bestimmt knapp 20 Grad. Für alle Kanadier Grund genug in Flip Flops, Röcken und Tops rum zu rennen. Naja, ganz so warm wars auch nicht, aber so sind sie.
Es ist einfach schön, nach dem langen, kalten Winter (auch wenn er nicht so kalt war wie ein echter kanadischer Winter) wieder im Frühling zu sein...und das ohne einen Frühlingsbeginn.
Seit Donnerstag Abend bin ich bei Romanda, meiner Couchsurferin. Die ist echt super nett und wir haben schon einiges zusammen gemacht. Sie hat mich mit zu ihrem letzten Kurs von der Uni genommen und zu der Feier, die danach war. Außerdem waren wir shoppen, wandern (kann man hier in den Bergen neben der Stadt ja überall) und haben Filme und besonders Hockey geguckt. Sie ist ein Riesenfan von den Canucks...genauso wie der Rest der Stadt. An den Tagen, an denen die spielen, steht sogar auf den Bussen vorne "GO CANUCKS GO" drauf:-D Aber so gut sind die anscheinend doch nicht...haben die letzten beiden Spiele gegen LA verloren:-D
Karrieremäßig geht nicht so viel. Ich habe einen Teilzeitjob bei Dairy Queen ( da hab ich in Toronto auch gearbeitet), der mir aber nicht so gut gefällt. Der Laden ist noch kleiner als in Toronto und meine Kollegen kommen alle von den Philippinen und reden die ganze Zeit ihre Sprache. Aber immerhin gibt es wieder Eis:-) Und diesmal auch Hot Dogs. Die sind nur etwas geizig und haben ganz schön viele Begrenzungen fürs staff meal. Keine Premium Fruit Smoothies zum Beispiel. Aber wie auch immer, besser als nix. Irena (meine Managerin in Toronto) war halt doch am tollsten.
Jetzt ist es auch nicht mehr ganz soo leicht nen Job zu bekommen, da mein Visum nur noch 4 Monate ist. Dafür hab ich ja jetzt die mega Erfahrung in der food industry und mit Kunden, so dass es im Prinzip einfach wäre...die sind immer alle begeistert von meiner Arbeitserfahrung. Naja, hab mich jetzt noch ein bisschen bei A&W beworben, da ich für die kurze Zeit (etwas über einen Monat) nicht erst noch was neues lernen möchte. Da würde ich grade erst alles können und dann schon wieder abhauen...
Ansonsten hab ich für Mai ein Zimmer in nem Haus gefunden. Ein son älterer Typ, dem das Haus gehört, eine Italienerin (ist der wirkliche Grund warum ich da eingezogen bin:-D ) und noch jemand der jetzt auch neu einzieht, wohnen da.
Und daaaaann, am 24. Mai, fliegen Linaschatz und ich nach
H-A-W-A-I-I:-)
So, das reicht jetzt erstmal, ich muss gleich arbeiten. Diary Queen wird 25 Jahre alt und hat so ein super Angebot, weshalb wir die Woche ziemlich busy sind.
Liebste Grüße!
Isi
Seit Mittwoch Nacht um 2 bin ich jetzt hier in Vancouver. Hatte richtig Glück und habe nen tollen rideshare gefunden. So bin ich für 25$ (Bus 100$) in 10 Stunden (Bus mind. 14) in einem Lincoln nach Vancouver gefahren worden. I love it. Ich werde kijiji und craigslist, die beiden Webseiten, auf denen man ALLES findet, vermissen, wenn ich wieder zu Hause bin. Wobei eigentlich weiß ich gar nicht wie man ein Leben ohne diese Seiten führt...
Aaaaalso, wo soll ich anfangen. Mittwoch Nacht bin ich erst um 2 AM angekommen und dewegen ins HI Hostel gegangen, da ich keinem Couchsurfer zumuten wollte, mich mitten in der Nacht rein zu lassen. Und Donnerstag Mittag habe ich mich wie im Paradis gefühlt. Zunächst ist hier aaaalles grün und blüht und riecht gut. Ganz im Gegensatz zu Canmore und Umgebung. Wiesen sind braun, nichts blüht, die Natur ist noch tot.
Deswegen war es wunderschön plötzlich durch diesen blühenden Frühling zu laufen. Dazu kam das super Wetter Donnerstag Mittag. Die Sonne schien und es waren bestimmt knapp 20 Grad. Für alle Kanadier Grund genug in Flip Flops, Röcken und Tops rum zu rennen. Naja, ganz so warm wars auch nicht, aber so sind sie.
Es ist einfach schön, nach dem langen, kalten Winter (auch wenn er nicht so kalt war wie ein echter kanadischer Winter) wieder im Frühling zu sein...und das ohne einen Frühlingsbeginn.
Seit Donnerstag Abend bin ich bei Romanda, meiner Couchsurferin. Die ist echt super nett und wir haben schon einiges zusammen gemacht. Sie hat mich mit zu ihrem letzten Kurs von der Uni genommen und zu der Feier, die danach war. Außerdem waren wir shoppen, wandern (kann man hier in den Bergen neben der Stadt ja überall) und haben Filme und besonders Hockey geguckt. Sie ist ein Riesenfan von den Canucks...genauso wie der Rest der Stadt. An den Tagen, an denen die spielen, steht sogar auf den Bussen vorne "GO CANUCKS GO" drauf:-D Aber so gut sind die anscheinend doch nicht...haben die letzten beiden Spiele gegen LA verloren:-D
Karrieremäßig geht nicht so viel. Ich habe einen Teilzeitjob bei Dairy Queen ( da hab ich in Toronto auch gearbeitet), der mir aber nicht so gut gefällt. Der Laden ist noch kleiner als in Toronto und meine Kollegen kommen alle von den Philippinen und reden die ganze Zeit ihre Sprache. Aber immerhin gibt es wieder Eis:-) Und diesmal auch Hot Dogs. Die sind nur etwas geizig und haben ganz schön viele Begrenzungen fürs staff meal. Keine Premium Fruit Smoothies zum Beispiel. Aber wie auch immer, besser als nix. Irena (meine Managerin in Toronto) war halt doch am tollsten.
Jetzt ist es auch nicht mehr ganz soo leicht nen Job zu bekommen, da mein Visum nur noch 4 Monate ist. Dafür hab ich ja jetzt die mega Erfahrung in der food industry und mit Kunden, so dass es im Prinzip einfach wäre...die sind immer alle begeistert von meiner Arbeitserfahrung. Naja, hab mich jetzt noch ein bisschen bei A&W beworben, da ich für die kurze Zeit (etwas über einen Monat) nicht erst noch was neues lernen möchte. Da würde ich grade erst alles können und dann schon wieder abhauen...
Ansonsten hab ich für Mai ein Zimmer in nem Haus gefunden. Ein son älterer Typ, dem das Haus gehört, eine Italienerin (ist der wirkliche Grund warum ich da eingezogen bin:-D ) und noch jemand der jetzt auch neu einzieht, wohnen da.
Und daaaaann, am 24. Mai, fliegen Linaschatz und ich nach
H-A-W-A-I-I:-)
So, das reicht jetzt erstmal, ich muss gleich arbeiten. Diary Queen wird 25 Jahre alt und hat so ein super Angebot, weshalb wir die Woche ziemlich busy sind.
Liebste Grüße!
Isi
Sonntag, 11. April 2010
Und weg sind sie wieder...
Hey!
Ich bin wieder zurück in Canmore. Papa, Mama und Kathi sind gestern morgen zurück geflogen und haben mich vorher wieder bei Lina in Canmore abgesetzt.
Der ganze Roadtrip war echt super. Sind insgesamt 3000km gefahren und haben gaaaaaaanz viel gesehen.
Da ich detaiiert angefangen habe, mache ich so jetzt auch weiter...
Nach den 2 Nächten in Vancouver, sind wir nach Tofino gefahren. 282km. Aber bevor es zur Fähre los ging, sind wir zu einem Café, von dem ich wusste, dass sie Leute suchen, gefahren und ich habe mich beworben. Das Café ist nur leider etwas außerhalb. Naja, mal sehen was daraus wird. Danach gings dann mit Sack und Pack auf die Fähre. Die Überfahrt war echt schön.
Nicht so überfüllt wie wir es von deutschen Fähren gewöhnt sind. Und es war auch nicht mehr zu kalt, so dass wir fast die ganze Fahrt draußen waren:-)
Um uns herum waren überall Berge in der Ferne. Sowohl auf dem Festland, als auch auf der Insel. Das ist ziemlich erstaunlich. Meer-Küste-Berg...und das auf ner Insel...die höchste Erhebung auf der Insel beträgt 2195m...nicht schlecht, oder? Da sind sogar einige Skigebiete.
Als wir abends in Tofino ankamen, hatten wir nicht so viel Glück. Es hat ziemlich doll geregnet und unsere Unterkunft war nicht so gut wie erhofft. Dann ist auch noch der Strom ausgefallen. Das passiert hier öfter, da alle Stromleitungen überirdisch sind und ab und zu mal Bäume auf die Leitungen fallen.
Am nächsten Tag sah die Welt aber schon wieder ganz anders aus. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, denn anstelle des Regens hatten wir Sonne:-) Also sind wir zum whale-watching rausgefahren. Das war definitiv eins der grüßten Highlights der Reise.
Zuerst haben wir dicke, warme, rote Anzüge bekommen, die wir über unseren eh schon dicken Jacken anziehen mussten und sahen aus wie riesige Marshmallows:-) Dadrüber kamen noch gelbe Regenjacken und dann gings los. Wir sind in unser gelbes Schlauchboot gesprungen und saßen gaaanz vorne, wo es am wildesten ist, wie unser Bootfahrer angekündigt hat. Und er hat nicht zu viel versprochen. Anfangs sind wir noch ganz locker rumgefahren, aber sobald wir weiter draußen auf dem Pazifik waren, war es einfach nur meeega wellig. Die Wellen waren 1 1/2 bis 2 Meter hoch und wir sind mit dem schnellen, kleinen Boot da nur noch drüber geflogen...das war sooo lustig. Nachher haben uns die Wale auch fast nicht mehr interessiert^^ Allein für die Bootsfahrt hat sich das ganze schon gelohnt. 
Sind an Felsen, mit ganz vielen kalifor- nischen Seehunden drauf, vorbei gekommen. Total süß und toll, die Tiere in Freiheit zu sehen. Um die Wale zu finden, musste unser Fahrer sich ganz schön anstrengen. Und dann haben wir plötzlich die Wasserfontänen und die auftauchenden Wale gesehen. leider waren die immer nur sher kurz oben, so dass es fast unmöglich war sie zu fotographieren. Wir haben an dem Tag nur Grauwale gesehen, aber es gibt vor der Küste auch Orcas. Zum Schutz der Wale halten die Boote 200m Abstand.
Die ganze Tour war echt super und hat total viel Spaß gemacht...wie eine 3 Stunden lange Achterbahn:-)
Nachmittags war es draußen noch so schön, dass wir zum Strand spaziert sind und da tatsächlich noch ne knappe Stunde in der Sonne saßen. Die Landschaft auf der Insel ist einfach nur klasse!
Nach 2 Nächten haben wir uns leider wieder auf den Weg in Richtung Deutschland machen müssen. Zurück gings mit der Fähre und eine weitere Nach in Vancouver. Sind dort endlich shoppen gegangen. Mama, Papa und Kathi waren so begeistert von American Eagle, dass wir da am nächsten Morgen gleich nochmal hingegangen sind. Vorher haben wir beim Frühstück einen 82-jährigen Herr Firneburg getroffen...der sah genauso aus wir unser Lehrer...nur 30? Jahre älter...blond gefärbte Haare, cooles Shirt, ne stylische Jeans und Turnschuhe...der sah also überhaupt nicht aus wie 82. Mittags sind wir wieder zurück nach Kelowna gefahren. 491km.
Da haben wir nur für die Nacht gestoppt und sind am nächsten Morgen weiter nach Banff gefahren. 483km. Hier hatte es in den letzten Tagen wieder geschneit und war noch ziemlich kalt...

Waren noch 2 Nächte in Banff und sind auf Tunnel Mountain gewandert. Der kleine Berg hier rechts:-)
Auf dem Weg haben wir 3 süße rehähnliche Tiere gesehen. Endlich ein bisschen wildlife:-)
Und dann gab es nochmal nen riesigen Zufall. Denn zur gleichen Zeit wie wir, war der Peter, der Mann von der Sandy, beruflich in Banff. Also haben wir den auch noch getroffen. Die Welt ist klein:-)
Seit gestern bin ich also wieder hier. Das mit dem Job in Winnipeg hat doch nicht so ganz geklappt, da die ja eigentlich wieder jemanden für länger haben wollen. Also werde ich diese Woche irgendwann zurück nach Vancouver fahren und mich dort wieder auf Job und Wohnungssuche machen.
Zurück in die Großstadt:-) yay!
Liebe Grüße...zum wahrscheinlich letzten Mal aus Canmore:-)
Isi
Ich bin wieder zurück in Canmore. Papa, Mama und Kathi sind gestern morgen zurück geflogen und haben mich vorher wieder bei Lina in Canmore abgesetzt.
Der ganze Roadtrip war echt super. Sind insgesamt 3000km gefahren und haben gaaaaaaanz viel gesehen.
Da ich detaiiert angefangen habe, mache ich so jetzt auch weiter...
Nach den 2 Nächten in Vancouver, sind wir nach Tofino gefahren. 282km. Aber bevor es zur Fähre los ging, sind wir zu einem Café, von dem ich wusste, dass sie Leute suchen, gefahren und ich habe mich beworben. Das Café ist nur leider etwas außerhalb. Naja, mal sehen was daraus wird. Danach gings dann mit Sack und Pack auf die Fähre. Die Überfahrt war echt schön.
Nicht so überfüllt wie wir es von deutschen Fähren gewöhnt sind. Und es war auch nicht mehr zu kalt, so dass wir fast die ganze Fahrt draußen waren:-)
Als wir abends in Tofino ankamen, hatten wir nicht so viel Glück. Es hat ziemlich doll geregnet und unsere Unterkunft war nicht so gut wie erhofft. Dann ist auch noch der Strom ausgefallen. Das passiert hier öfter, da alle Stromleitungen überirdisch sind und ab und zu mal Bäume auf die Leitungen fallen.
Am nächsten Tag sah die Welt aber schon wieder ganz anders aus. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, denn anstelle des Regens hatten wir Sonne:-) Also sind wir zum whale-watching rausgefahren. Das war definitiv eins der grüßten Highlights der Reise.
Sind an Felsen, mit ganz vielen kalifor- nischen Seehunden drauf, vorbei gekommen. Total süß und toll, die Tiere in Freiheit zu sehen. Um die Wale zu finden, musste unser Fahrer sich ganz schön anstrengen. Und dann haben wir plötzlich die Wasserfontänen und die auftauchenden Wale gesehen. leider waren die immer nur sher kurz oben, so dass es fast unmöglich war sie zu fotographieren. Wir haben an dem Tag nur Grauwale gesehen, aber es gibt vor der Küste auch Orcas. Zum Schutz der Wale halten die Boote 200m Abstand.
Die ganze Tour war echt super und hat total viel Spaß gemacht...wie eine 3 Stunden lange Achterbahn:-)
Da haben wir nur für die Nacht gestoppt und sind am nächsten Morgen weiter nach Banff gefahren. 483km. Hier hatte es in den letzten Tagen wieder geschneit und war noch ziemlich kalt...
Waren noch 2 Nächte in Banff und sind auf Tunnel Mountain gewandert. Der kleine Berg hier rechts:-)
Und dann gab es nochmal nen riesigen Zufall. Denn zur gleichen Zeit wie wir, war der Peter, der Mann von der Sandy, beruflich in Banff. Also haben wir den auch noch getroffen. Die Welt ist klein:-)
Zurück in die Großstadt:-) yay!
Liebe Grüße...zum wahrscheinlich letzten Mal aus Canmore:-)
Isi
Samstag, 3. April 2010
Mama, Papa & Kathi sind daaaaa...
Huuuhuuuu:-)
Sooo, ewig nicht geschrieben...
Und eigentlich alles hat sich geändert...letzten Sonntag hatte ich meinen letzten Arbeitstag...das war nochmal ein laaanges Arbeitswochenende. Dann hatte Lina Geburtstag, was wir natürlich gefeiert haben. Außerdem haben wir einen Nachmieter für das Basement gefunden. So ein großer Typ mit einer ganz lauten Stimme:-D Donna will zwar immer ganz ruhige Menschen, aber das waren wir auch nicht;-) Jedenfalls hat sich das ganze Zettel aufhängen und so gelohnt.
Der Typ ist diese Woche aufgetaucht und ich habe meine Kaution zurück bekommen...also alles gut. Naja, er hat der Lina anscheinend noch nicht das Geld gegeben...aber er wusste auch nicht, dass er das sollte:-D Aber das ist mir jetzt egal...
Montag Abend sind Papa, Mama und Kathi nach Canmore gekommen. Dummerweise nur ohne Gepäck. Das war noch in Frankfurt. Eigentlich haben sie sehr viel Glück gehabt, da ich ihnen ja mit den wichtigsten Sachen weiterhelfen konnte. Trotzdem waren sie ziemlich unglücklich ohne ihre Koffer, die dann zum Glück in der zweiten Nacht angekommen sind. Habe denen am Dienstag dann Canmore und A&W gezeigt und sie zum ersten Mal in ihrem Leben zu Tim Hortons gebracht:-) Awesome:-)
Außerdem sind wir mit unserem großen Ford Explorer noch zu nem See in der Nähe von Canmore gefahren.
Mittwoch gings dann los. Roadtrip nach Vancouver Island und zurück. Tag 1, 351km.
Zuerst sind wir nach Banff gefahren. Dort habe ich denen nur die Hauptstraße und das Wichtigste gezeigt. Also auch Roots, wo Kathi und Papa direkt tolle Sweatshirts gekauft haben.
Von da aus ging es weiter zum Johnsons Canyon. Der war der Hammer. Ein ziemlich vereister Weg hat uns an einem teilweise zugefrorenen Fluss und tollen Steinklippen vorbei zu einem ebenfalls zugefrorenen Wasserfall geführt. Echt schön. Nur leider vieeeel zu wenig Zeit, da wir an dem Tag ja noch bis Jasper fahren mussten. Also sind wir, nach der kleinen Wanderung weiter nach Lake Louise gefahren. Das war nicht so dolle, da es zuerst seeehr bewölkt war und dann auch noch angefangen hat zu schneien. Außerdem war der See voller Schnee...Aber zum Gück ändert sich das Wetter hier ständig...sobald man einen Ort weiter ist, kann schon wieder das beste Wetter sein...
Das war zum Glück auch der Fall. Alles andere wäre auch mehr als ärgerlich gewesen, da die Fahrt von Lake Louise nach Jasper die schönste der Welt sein soll.
Und das habe nicht ich mit meiner Superlativuskrankheit, die Lina erforscht, gesagt.
Die Fahrt war echt toll. Es hat sich wieder etwas aufgezogen und wir sind an ganz vielen riesigen Bergen und Gletschern, unter anderem den Columbia Icefields, vorbeigekommen. Erst abends sind wir in Jasper angekommen.
Donnerstag haben wir uns noch schnell den Maligne Canyon in Jasper angeschaut. Das war auch richtig toll. Der ist nämlich 51m tief...und wir standen auf ner Brücke, überm Canyon...und dann war da noch ein weiterer zugefrorener See, auf dessen Eis wir vorsichtig rumgelaufen sind.
Von Jasper aus sind wir nach Kelowna gefahren. 610km. Die Fahrt ging an dem höchsten Berg der Rockys vorbei, der 4000m hoch ist. Aus irgendeinem Grund haben wir den nur nicht gefunden...wir waren ein bisschen busy mit Fahren, da man hier meistens ja nur 90 oder 100 fahren darf.
Sind abends in Kelowna angekommen. Eine wunderschöne Stadt an einem See. Hat uns super gut gefallen. Kelowna ist nicht zu groß (150000 Einwohner), aber halt auch nicht zu kein. So konnte ich mich nach 3 Monaten "Wildnis" (Städte ohne große Geschäfte) über alle tollen Läden, die hier normalerweise überall sind, freuen.
Freitag Mittag haben wir uns mit Sandy, Kirsten und Eric zum Mittagessen getroffen. Das sind die Leute, bei denen ich 2008 für zwei Monate mit Lina gewohnt habe. Es war sooo super die wiederzusehen.
Die waren zufällig auch da und sind von ihrem Skiurlaub in der Nähe von Kelowna an dem Tag nach Hause geflogen. Das war echt super.
So konnten Mama und Papa die endlich kennenlernen!
Nach dem Essen sind wir nach Vancouver gefahren. 391km. In schüttendem Regen sind wir abends in der Stadt des Regens angekommen. Sind noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert, wobei Mama, Papa und Kathi mal die Realität einer Großstadt kennen gelernt haben. Viele Penner, komische Leute, Kanadier, die Flipflops und Kleider bei dem Wetter anziehen, Sexshops, Lichter, Krach und Kiffer. Naja, ganz so schlimm war es nicht. Vancouver ist schön;-)
Aber Kathi war, da es ja auch dunkel war, schon etwas verschreckt.
Heute morgen war aber alles wieder gut. Es war hell und nicht mehr regnerisch, womit wir wohl tierisches Glück hatten. Sind also heute zum Pazifik gelaufen (am Stand entlang) und dann zum Stanley Park. Dabei ist uns ganz krass aufgefallen, wie sehr sich die Vegetation hier und in Deutschland ähnelt. Da es hier anscheinend schon warm war, sind die Bäume schon ausgeschlagen und es blühen schon alle Blumen (die Menschen haben Stiefmütterchen und Primeln in ihrem Vorgrten gepflanzt). Nur irgendwie ist es im Moment hier nicht so warm. Weiß jetzt nicht wieviel Grad es waren, es war jedenfalls kalt. Im Stanley Park sind wir durch son Wald spaziert und danach ins Vancouver Aquarium gegangen.
Das war voll interessant und schön. Von dort aus sind wir wieder zurück nach Downtown gelaufen. Entlang der Shoppingstraße:-) Daaaaa habe ich mir dann noch mehr Crocs gekauft. Boots:-) Sooo toll:-) Viel mehr Crocs kaufen.
Ansonsten bin ich gerade in einer schweren Krise der Planung. Der Peter, der Mann von der Sandy, hat in Winnipeg das Frontier Center (wer sich da weiter für interessiert, kann das googlen). Der möchte, dass ich für ihn arbeite und seinen Terminplan mache und Events mitorganisiere. Das wäre natürlich ein total toller Job und auch viel besser bezahlt als sonne A&W Arbeit. Naja, der Haken ist, dass er mich natürlich nicht nur für zwei Wochen will. Ich müsste dann jetzt, anstatt nach Vancouver, nach Winnipeg. Würde für Hawaii usw zwei Wochen frei bekommen und müsste danach wieder da weiter arbeiten. Und da ich die Leute ja kenne, kann ich nicht einfach so abhauen. Winnipeg ist nur nicht grad die großte und tollste Stadt in Kanada...deswg wäre es etwas schade...Vancouver gegen Winnipeg...und weg ist die Unabhängigkeit meiner Reise. Damit würde ich mich festlegen.
Achja, alles nicht so einfach...der Job reizt mich eg schon.
Aber erstmal abwarten. Ist alles eh noch nicht so fix und ich muss jetzt erstmal abwarten was so geht...
Morgen fahren wir mit der Fähre rüber nach Vancouver Island. Mit dem Auto gehts dann noch 200km westlich nach Tofino. Ganz an den Pazifik, wo nix mehr zwischen uns und Japan kommt;-)
Liebe Grüße nach Deutschland!
Isi
Sooo, ewig nicht geschrieben...
Und eigentlich alles hat sich geändert...letzten Sonntag hatte ich meinen letzten Arbeitstag...das war nochmal ein laaanges Arbeitswochenende. Dann hatte Lina Geburtstag, was wir natürlich gefeiert haben. Außerdem haben wir einen Nachmieter für das Basement gefunden. So ein großer Typ mit einer ganz lauten Stimme:-D Donna will zwar immer ganz ruhige Menschen, aber das waren wir auch nicht;-) Jedenfalls hat sich das ganze Zettel aufhängen und so gelohnt.
Der Typ ist diese Woche aufgetaucht und ich habe meine Kaution zurück bekommen...also alles gut. Naja, er hat der Lina anscheinend noch nicht das Geld gegeben...aber er wusste auch nicht, dass er das sollte:-D Aber das ist mir jetzt egal...
Montag Abend sind Papa, Mama und Kathi nach Canmore gekommen. Dummerweise nur ohne Gepäck. Das war noch in Frankfurt. Eigentlich haben sie sehr viel Glück gehabt, da ich ihnen ja mit den wichtigsten Sachen weiterhelfen konnte. Trotzdem waren sie ziemlich unglücklich ohne ihre Koffer, die dann zum Glück in der zweiten Nacht angekommen sind. Habe denen am Dienstag dann Canmore und A&W gezeigt und sie zum ersten Mal in ihrem Leben zu Tim Hortons gebracht:-) Awesome:-)
Außerdem sind wir mit unserem großen Ford Explorer noch zu nem See in der Nähe von Canmore gefahren.
Mittwoch gings dann los. Roadtrip nach Vancouver Island und zurück. Tag 1, 351km.
Zuerst sind wir nach Banff gefahren. Dort habe ich denen nur die Hauptstraße und das Wichtigste gezeigt. Also auch Roots, wo Kathi und Papa direkt tolle Sweatshirts gekauft haben.
Das war zum Glück auch der Fall. Alles andere wäre auch mehr als ärgerlich gewesen, da die Fahrt von Lake Louise nach Jasper die schönste der Welt sein soll.
Die Fahrt war echt toll. Es hat sich wieder etwas aufgezogen und wir sind an ganz vielen riesigen Bergen und Gletschern, unter anderem den Columbia Icefields, vorbeigekommen. Erst abends sind wir in Jasper angekommen.
Donnerstag haben wir uns noch schnell den Maligne Canyon in Jasper angeschaut. Das war auch richtig toll. Der ist nämlich 51m tief...und wir standen auf ner Brücke, überm Canyon...und dann war da noch ein weiterer zugefrorener See, auf dessen Eis wir vorsichtig rumgelaufen sind.
Von Jasper aus sind wir nach Kelowna gefahren. 610km. Die Fahrt ging an dem höchsten Berg der Rockys vorbei, der 4000m hoch ist. Aus irgendeinem Grund haben wir den nur nicht gefunden...wir waren ein bisschen busy mit Fahren, da man hier meistens ja nur 90 oder 100 fahren darf.
Freitag Mittag haben wir uns mit Sandy, Kirsten und Eric zum Mittagessen getroffen. Das sind die Leute, bei denen ich 2008 für zwei Monate mit Lina gewohnt habe. Es war sooo super die wiederzusehen.
So konnten Mama und Papa die endlich kennenlernen!
Nach dem Essen sind wir nach Vancouver gefahren. 391km. In schüttendem Regen sind wir abends in der Stadt des Regens angekommen. Sind noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert, wobei Mama, Papa und Kathi mal die Realität einer Großstadt kennen gelernt haben. Viele Penner, komische Leute, Kanadier, die Flipflops und Kleider bei dem Wetter anziehen, Sexshops, Lichter, Krach und Kiffer. Naja, ganz so schlimm war es nicht. Vancouver ist schön;-)
Aber Kathi war, da es ja auch dunkel war, schon etwas verschreckt.
Heute morgen war aber alles wieder gut. Es war hell und nicht mehr regnerisch, womit wir wohl tierisches Glück hatten. Sind also heute zum Pazifik gelaufen (am Stand entlang) und dann zum Stanley Park. Dabei ist uns ganz krass aufgefallen, wie sehr sich die Vegetation hier und in Deutschland ähnelt. Da es hier anscheinend schon warm war, sind die Bäume schon ausgeschlagen und es blühen schon alle Blumen (die Menschen haben Stiefmütterchen und Primeln in ihrem Vorgrten gepflanzt). Nur irgendwie ist es im Moment hier nicht so warm. Weiß jetzt nicht wieviel Grad es waren, es war jedenfalls kalt. Im Stanley Park sind wir durch son Wald spaziert und danach ins Vancouver Aquarium gegangen.
Ansonsten bin ich gerade in einer schweren Krise der Planung. Der Peter, der Mann von der Sandy, hat in Winnipeg das Frontier Center (wer sich da weiter für interessiert, kann das googlen). Der möchte, dass ich für ihn arbeite und seinen Terminplan mache und Events mitorganisiere. Das wäre natürlich ein total toller Job und auch viel besser bezahlt als sonne A&W Arbeit. Naja, der Haken ist, dass er mich natürlich nicht nur für zwei Wochen will. Ich müsste dann jetzt, anstatt nach Vancouver, nach Winnipeg. Würde für Hawaii usw zwei Wochen frei bekommen und müsste danach wieder da weiter arbeiten. Und da ich die Leute ja kenne, kann ich nicht einfach so abhauen. Winnipeg ist nur nicht grad die großte und tollste Stadt in Kanada...deswg wäre es etwas schade...Vancouver gegen Winnipeg...und weg ist die Unabhängigkeit meiner Reise. Damit würde ich mich festlegen.
Achja, alles nicht so einfach...der Job reizt mich eg schon.
Aber erstmal abwarten. Ist alles eh noch nicht so fix und ich muss jetzt erstmal abwarten was so geht...
Morgen fahren wir mit der Fähre rüber nach Vancouver Island. Mit dem Auto gehts dann noch 200km westlich nach Tofino. Ganz an den Pazifik, wo nix mehr zwischen uns und Japan kommt;-)
Liebe Grüße nach Deutschland!
Isi
Abonnieren
Posts (Atom)